Follower

RIIIIIIIIISEN GROßES DANKE AN DIE VIELEN LESER DIE SICH HIER MITLERWEILE ANGESAMMELT HABEN !! :)

Samstag, 2. Juni 2012

-Ungeschminkt

JA DIESER POST IST VERDAMMT LANG

Es brach aus mir heraus.
Mein ganzer Hass. Meine ganze Wut.
Diese Schuldgefühle. Dieser Ekel.
Alles.
Es war alles zu viel.
Dieser Tag war zu viel.
Ich habe nicht nur allen anderen vor gemacht, dass es mir besser geht sondern auch mir selbst.
So war es nicht. So ist es nicht.
Ich hab es ausgehalten.Ich hab es ertragen.
Ich habe ihnen allen etwas vorgemacht.
Ich , Ich, Ich ist alles was ich in den Zeilen hier drüber lesen kann..
Wie kann man nur so egoistisch sein.
Ich bin so egoistisch gewesen.
Allen habe ich den Tag versaut.
Dieses Schulfest..
Da fing es schon an. Da hätte ich einfach gehen sollen.
Sie hat allen die Hand geschüttelt, die in unserer Runde standen.
Die Direktorin.
Mich hat sie ausgelassen.
Nicht weil sie mich nicht erkannt hat.
Weil sie mich verachtet.
Ich hasse mich dafür, dass ich mich nicht anpassen kann.
Als ich zurück kam, von der Bushaltestelle, zu der ich meine Freundin gebracht hatte,
Standen sie da.
Alle die, die ich nicht sehen wollte, alle die, denen ich den ganzen Tag aus dem Weg gegangen bin.
Alle die, die ich vergessen wollte, die aber tief in mir sind und einfach nicht gehen.
Die meine Gedanken beherschen ohne, dass ich mich dagegen wehren kann.
Auch bei ihnen war es Verachtung, die sich in ihren Augen spiegelte als ich ihnen ins Gesicht sah.
Ich war am ganzen Körper am zittern.
In der Hoffnung nicht in mitten dieser Personen den Boden komplett unter den Füßen zu verlieren.
Etwas in mir hat mich weiter geschoben, zu den anderen.
Denen, die mich anders sehen.
Ich stieg in den Bus und fuhr nachhause.
In meiner Straße kam mir ein Krankenwagen entgegen.
Unsere Haustür stand offen.
Ich ging ins Treppenhaus. Auch die wohnungstür meiner Oma steht offen.
Ich ging rein.
Es roch furchtbar.
Ich wusste nicht genau was es war. ich kannte diesen Geruch.Ich kannte ihn nur zu gut.
Es war Blut.
Ihr Blut.
Die weiße Tapete.
Direkt über der Fußleiste, rötlich-braune Schlieren.
Ich ging weiter, weil ich wissen wollte, wo dieser beißende Geruch herkommt.
Die Küche.
Der ganze Boden war rot. Dazwischen ein kaputter Teller. Die Scherben haben sich im ganzen Raum verteilt. So wie das Essen, was vorher auf diesem Teller gewesen sein musste.
Mein Blick lößte sich von dem Boden.
Ich wollte etwas anderes sehen. Ich musste etwas anderes sehen.
Auch an den Schränken. Rote Handabdrücke.
Das konnte doch nicht echt sein.
Bin ich immer noch in der Schule und liege vielleicht grade auf dem Boden.. was ist wenn das alles mein Blut ist.
Ich verlies ihre Wohnung und ging in unsere.
"Was ist passiert hörte ich mich Fragen"
Mein Vater stand vor mir.
"Oma ist gestürzt und hat dann stunden lang in ihrer Wohnung gelegen, biss sie es geschafft hat, zur Tür zu kriechen."
Auch er war am Bluten. am dienstag wurde er opperiert.
In letzter Zeit fängt die naht immer wieder an zu bluten.
Mein Vater konnte unten nicht sauber machen.
Er musste seine Wunde sauber halten und konnte seinen Arm nicht bewegen.
Ich nahm mir zwei Rollen Zewa und fing an..
eine Stunde lang habe ich gebraucht. und habe grade erst die hälfte geschafft.
Ich hörte meine kleine Schwester kommen.
"bleib draußen!" schrie ich sie an.
Es war zu spät. Sie stand schon da. Sie sollte es nicht sehen. Das war nichts für ihre Augen. Für ihre heile Welt
Sie machte mit.
Zusammen haben wir noch eine weitere Stunde gegen die Küche gekämpft.
Danach habe ich mir die Hände gewaschen,
Eine Flasche vodka eingesteckt,
Bin in den Bus gestiegen und zu T. gefahren.
Habe die Flasche auf den Tisch gestellt.
"Willst du trinken?"
"Nein! ich will daran sterben. Ich will diese Bilder aus meinem Kopf löschen."
"Welche Bilder?"
Ich zeigte ihm die Bilder, die ich mit meinem Handy gemacht habe.
Ich rief IHN an.
Wollte mich morgen mit ihm treffen. Auf andere gedanken kommen.
Keine Zeit. Er ist unterwegs.
Ich fing an zu Trinken.
normalerweise würde diese Flasche mich nicht fertig machen.
Heute war alles anders.
Ich hatte nur 3 Gläser hinter mir als ich merkte, wie ich aufeinmal die Kontrolle über meinen Körper verlohr.
Ich krampfte zusammen. Machte die schlimmsten Gereusche.
Diese Schmerzen. Irgendwas ist in mir.
Ich konnte nicht mehr sprechen nicht mehr antworten.
Habe T. nur mein Handy gegeben und die Nummer meiner Mutter rausgesucht.
Ich wollte mich übergeben.
Aber es ging nicht. mein Magen zog sich zusammen aber er war schon leer.
Ich fühlte mich so klein und kaputt und ekelig. -erbärmlich
T.´s Vater kam.
Auch er machte sich sorgen.
Er hatte mich gehört. Ich hörte nichts mehr.
Alles war dumpf
irgendeine Stimme.
"hats du gegessen heute?"
"jona! wann hast du das letzte mal was gegessen?"
"gestern" hörte ich mich flüßtern.
"hast du deine Tabletten genommen?"
"nein." Ich glaube ich weinte.
T´s Vater trug mich die Treppen runter.
Ich konnte nicht mehr laufen.
Was war los?
Es war, als wäre ich in meinem Körper gefangen gewesen.
M. setzte sich mit mir ins Auto meiner Mutter.
Sie brachten mich in mein Zimmer, wo ich dann anfing zu weinen.
So viel habe ich in meinem ganzen leben noch nicht geweint glaube ich.
Ich habe meiner Mutter alles erzählt.
Mindestens hundert mal gesagt, wie sehr ich mich hasse
Und wie sehr mir alles Leid tut. Sie wissen jetzt alle, wie es in mir aussieht.
Ich schäme mich so furchtbar.
Ich wollte dass sie gehen.
Meine Mutter brachte M. nachhause.
In der Zeit, wo sie weg war habe ich aus irgendeinem Grund dann IHN angerufen.
Ich hab geweint und ihn darum gebeten zu kommen.
Er war in der Disco mit seinem Bruder und seinen Freunden.
Und was mache ich?
als ob ich nicht schon genug angerichtet habe.
Ziehe ihn auch noch mit rein. Ihn und seinen Bruder.
Sie sind eine Stunde lang gefahren, um aus der Stadt zu mir zu kommen.
Er hat sich unendliche Sorgen gemacht, dachte, dass ich mir was antun will.
ohne richtigen Grund habe ich ihnen gründlich den Abend vermiest.
Als sie ankamen war ich wenigstens nicht mehr am weinen.
ich weiß nicht warum aber diese Menschen haben eine so unglaublich wunderbare Art an sich.
Ich weiß nicht, womit ich das verdient hab.
"Oh nein. Jetzt seht ihr mich auch noch so."
A.(sein Bruder) "wie? so? ungeschminkt? aaach so sehen wir auch öfter aus!"
Irgendwie hat er es geschafft, mich mit diesem blöden Spruch wieder zum lachen zu bringen.
Sie waren keine 5 Minuten da und es ging mir besser.
Wir redeten viel.
A. ist irgendwann nachhause gefahren. ER ist geblieben.
die ganze Nacht hat er mich in seinen Armen gehalten.
Er küsste meine Haare. Und strich immer wieder vorsichtig darüber.
Plötzlich lief mir eine Träne über die Wange, auf seinen Arm.
Er wischte meine Wange trocken und gab mir vorsichtig einen Kuss.
Als wäre er sich nicht sicher gewesen, ob er das durfte.
Dann küsste ich ihn. Wir küssten uns. Wir schliefen miteinander.
Wärend der ganzen Zeit sprachen wir kein Wort.
Das muss ich bei ihm nie. Klar habe ich diese Momente, in denen ich aufeinmal nicht weiter machen kann. immer noch.
Und ja, sie stören mich immer noch.
Aber er will keine erklärung dafür.
Er nimmt es so hin. Er ist einfach nur da. Er nimmt mich so, wie ich bin.

Ungeschminkt.

Kommentare:

  1. oh gott! geht es deiner Oma jetzt wieder besser?

    das freut mich total das er gekommen ist und sich um dich gekümmert hat, und es freut mich noch mehr das er dich so nimmt wie du bist. aber man, pass auf dich auf!

    das mit den verachtenden Blicken kenn ich nur zu gut, aber irgendwie hab ich's geschafft das sie mir nichts mehr ausmachen.

    <3

    AntwortenLöschen
  2. Warum verachten sie dich?
    Das mit deiner Oma tut mir unglaublich leid!!! :(
    Ich hoffe dir geht es wieder besser!

    Klar, ich schreib dir den Link zu meiner neuen Blogadresse dann einfach in den Kommentaren.

    AntwortenLöschen
  3. Einfach mal ein mega krasser Post. Ich glaube ich hätte so einen Tag nicht gepackt.
    Es ist aber schön zu lesen, dass du Menschen hast die für dich da sind und dich sogar in den grausamsten Momenten zum lächeln bringen können.
    Das ist unglaublich viel wert.
    Bei mir, keine Ahnung. Es passiert nie etwas bestimmtes, meine Stimmung fällt einfach immer und immer wieder in die Tiefe. Ich kann da oft nichts gegen machen.
    xxx

    AntwortenLöschen
  4. Du kannst wircklich gut schreiben wenn nicht soger sehr gut. (:
    ich kenne das gefühl nur zu gut, aber las dich nicht klein kriegen.
    irgendwann kommt bestimmt der moment an dem es besser wird.

    ach ja das top ist von new yoker und hat 9.95 € gekostet

    AntwortenLöschen